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Jennifer Lopez - Brave
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Fotos (3): SonyBMG
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An Arbeitseifer mangelt es Jennifer Lopez und ihren Songschreibern in diesen Tagen wahrlich nicht. Wenige Wochen nach ihrem spanischsprachigen Album "Como ama una mujer", dem Film(soundtrack) "El Cantante" über Salsa-Sänger Héctor Lavoe (zusammen mit Gatte Marc Anthony) präsentiert die Sängerin nun schon ihren neuen Longplayer "Brave". Mit Blick auf die bisherige, umsatzträchtige Diskographie der Immigranten-Tocher darf man dabei natürlich nicht weniger als gespannt sein. Und wird beim Hören auch nicht enttäuscht werden. Jennifer Lopez zeigt sich erneut auf der Höhe der Zeit und kann dabei sogar noch ein paar persönliche Nuancen lancieren. Wieviele Interpreten ihres Kalibers können dies derzeit noch von sich behaupten.

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Seit ihrem Debüt-Album "On the 6" bestand das J.Lo-Erfolgrezept in einer Verquickung aus puerto-ricanischer Herzschmerz-Attitüde mit Latino-Ghetto-Slang und zeitgenössischem Broadway-Disco-Glanz. Dieser Strategie folgt auch "Brave". Für jede Stimmung, jede J.Lo-Assoziation gibt es mindestens einen Track. Am prägnantesten sind dabei die 80er-Sound-Anleihen, die man derzeit bekanntlich auf so gut wie jedem ambitionierten US-Album finden mag. In guten Momenten kann "Brave" dabei sicher nicht ganz ungewollt an die Miami-Soundmachine-Zeit ihres großen Vorbildes Gloria Estefan erinnern, wie etwa beim Disco-Funk auf "Hold It Don't Drop It". Für die Ghetto-Verweise muss hier z.B. die erste Single-Auskopplung "Do It Well" herhalten, die Ludacris als Gast ins rechte Licht rückt, allerdings auch meilenweit von der Klasse eines "Jenny from the Block" entfernt ist. Nun ja - und wer Herzschmerz mag wird mit "Be Mine" oder "Never Gonna Give Up" bestens bedient sein. So viel zu den Standards.

Für wirkliche Überraschungen und die besten Momente sorgen auf "Brave" Jennifers Avancen in Richtung 70er Soul-Emanzipation-Phase, also jenen Tagen, als Black Music zum Marktführer und zwischenzeitlich auch ernst zu nehmendem Sprachrohr der US-Immigranten mutierte. Die Jackson Five dürfen auf "Gotta Be There" von J.Lo mit heutigen Soundmöglichkeiten angemessen aufgepeppt erscheinen und bei "The Way It Is", dem eindeutig besten Track der Platte, mag Isaac Hayes Drummer Al Jackson zumindest inspirativ Pate gestanden haben.

Die anderen hier nicht genannten Songs - und das muss in aller Deutlichkeit gesagt werden - sind nicht mehr als gut produziertes Füllmaterial, gespickt mit Beats, Sounds und Melodien, die vor fünf Jahren zwar noch als Zukunft des R'n'B gehandelt wurden, heute jedoch niemanden mehr vom Hocker hauen. Das war allerdings bisher auch auf jeder Platte von Jennifer Lopez so und wird dem Erfolg von "Brave" ganz sicher keinen Abbruch tun.

Matthias Puppe, leipzig-live.com


Weitere Informationen
jenniferlopez.com
sonybmg.de
jlobronx.com
myspace
Tracklist

Stay Together
Forever
Hold It Don’t Drop It
Do It Well
Gotta Be There
Never Gonna Give Up
Mile In These Shoes
The Way It Is
Be Mine
I Need Love
Wrong When You're Gone
Brave
Do It Well (Featuring Ludacris)

VÖ: 5.10.2007
Label: Epic / SonyBMG

Kurzportrait

Bürgerlicher Name: Jennifer Lynn Lopez

Stil: Latin, R'n'B, Disco

Diskographie: On the 6 (1999), J.Lo (2001), This Is Me... Then (2002), The Reel Me (2003), Rebirth (2005), Como ama una mujer (2007), Brave (2007)



letzte Aktualisierung: 14.03.2011 12:29:19



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