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Bruce Springsteen - Magic
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Fotos (3): SonyBMG
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Sein Name allein klingt schon wie der Inbegriff amerikanischer Rockmusik: Bruce Springsteen. Und seit Jahrzehnten steht der Mann aus New Jersey auch wie kein anderer Künstler seines Formats exemplarisch für die Entwicklung des guten alten Rock'n'Rolls. Von Country, Western und Blues kommend über Folkrock, Stadion-Gigantismus, 80er-Weichspül-Sound bis hin zur One-Man-One-Guitar-Show jüngerer Tage - Springsteen war immer weit vorn und jedes seiner Alben zumindest inspiriert. Mit seinem neuen Longplayer "Magic" nimmt "The Boss" musikalisch nun deutlich auf den Beginn seiner langen Karriere Bezug. Die E-Street-Band steht wieder fast geschlossen hinter ihm und man könnte manchmal glauben, zusammen senden sie erneut "Grüße aus dem Asbury Park", so wie anno 1973.

Zwölf Songs hat die neue Platte, zwölf Songs, die sich Springsteen von seiner Plattenfirma teuer bezahlen ließ. Von 100 Millionen Dollar war die Rede, mit denen der einstmals als neuer Bob Dylan gefeierte 58-Jährige vom Label zum Bleiben überredet worden sein soll. Er ist geblieben, im Gegensatz zum Musikmanager, der ihm die Millionen Dollar damals in die Hand drückte. Somit dürfte die Last beim ohnehin schon grübelnden Springsteen während der Produktion der Platte nicht gerade gering gewesen sein. Beim Opener auf "Magic" ist davon jedoch nichts zu spüren. "Radio Nowhere" ist ein Song, wie manche(r) ihn sich seit Jahren von Springsteen gewünscht hat. Kernig, nicht zu schnell, nicht zu langsam, mit triefend schweren Akkorden und genug Platz für sein raues Organ. Vielleicht ist er ein Hit - ein gute Singleauskopplung ist er auf jeden Fall.


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Ähnlich geht es mit "You'll Be Comin' Down" weiter. Auf "Livin' In The Future" läuft Saxophon-Legende Clerence Clamons zu Höchstform auf - zusammen mit dem treibenden Rhythmus mag man dabei an "Darkness on the Edge of Town" denken. Bei "Your Own Worst Enemy" wird das Tempo etwas gedrosselt und der Schwermut gewinnt die Oberhand. Bevor Springsteen sich ab dem überaus beeindruckenden Titeltrack dann mehrheitlich ins eher düstere "Nebraska"-Fach vertieft, hört man ihn auf "Gypsy Biker" so vergnügt wie einstmals beim schon erwähnten Asbury-Park dem flackernden Scheinwerferlicht entgegensingen und bei "Last To Die" so energisch und überzeugend wie einst auf "Born To Run" den Rhythmus voran treiben.

Man merkt beim Lesen der zahlreichen Referenzen sicher schon: Bruce Springsteen hat auf "Magic" sein Rad nicht neu erfunden. Überraschungen sind nicht einkalkuliert, müssen sie aber auch nicht. In den letzten Jahren hat er dies mehrfach mit Solo-Konzerten und düsterer Folk-Fokussierung probiert. Das brachte ihm viel Beifall bei Kritikern und Musikexperten ein. "Magic" ist nun wieder ein Album für seine Fans, mit all den Zutaten, die den Boss vor 30 Jahren berühmt gemacht haben. Wer das nicht braucht, erfreut sich vielleicht an der DVD seines 75er Konzerts im Hammersmith Odeon London - als die Springsteen'sche Rockmusik-Auslegung noch frisch war. Der Rest ist mit "Magic" auch bestens bedient.

Matthias Puppe, leipzig-live.com


Weitere Informationen
brucespringsteen.net
sonybmg.de
backstreets.com
myspace
Tracklist

Radio Nowhere
You'll Be Comin' Down
Livin' in the Future
Your Own Worst Enemy
Gypsy Biker
Girls in Their Summer Clothes
I'll Work for Your Love
Magic
Last to Die
Long Walk Home
Devil's Arcade
Terry's Song

VÖ: 28.9.2007
Label: Columbia / SonyBMG

Kurzportrait

Bürgerlicher Name: Bruce Frederick Joseph Springsteen

Bandmitglieder (E Street Band): Clarence Clemons (sax), Danny Federici (org), Garry Tallent (bs), Max Weinberg (dr), Nils Lofgren (git), Patti Scialfa (voc), Roy Bittan (keys), Steven van Zandt (git), Soozie Tyrell (voc)

Stil: Rock, Folk

Diskographie: Greetings From Asbury Park, N. J. (1973), The Wild, the Innocent & the E Street Shuffle (1973), Born to Run (1975), Darkness on the Edge of Town (1978), The River (1980), Nebraska (1982), Born in the U.S.A. (1984), Tunnel of Love (1987), Human Touch (1992), Lucky Town (1992), The Ghost of Tom Joad (1995), The Rising (2002), Devils & Dust (2005), We Shall Overcome – The Seeger Sessions (2006), Magic (2007)



letzte Aktualisierung: 14.03.2011 12:38:33



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