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Foo Fighters - Echoes, Silence, Patience & Grace
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Fotos (3): SonyBMG
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Rezension "Skin And Bones"
Die Geschichte klingt so, als sei sie einem Werbespot entsprungen. Aber weit gefehlt. Nach einem Mineneinsturz sind zwei Bergarbeiter im Schacht eingeschlossen. Die Rettungskräfte haben zwar Kontakt zu ihnen, können sie vorläufig jedoch noch nicht retten. Daraufhin wünscht sich einer der Verschütteten einen Mp3-Player mit Songs der Foo Fighters - für genug Kraft zum Durchhalten. Passiert ist dies im australischen Beaconsfield, im April 2006. Und was macht man als Musiker, wenn einem solch Ehrung zuteil wird? Genau: man schreibt einen Song darüber.

"The Ballad of the Beaconsfield Miners" ist nun als einer der prägnantesten Songs auf dem neuen Longplayer der US-Band erschienen. Es ist ein Akustikstück für zwei Gitarren, mit viel Pathos und Verspieltheit auf den Saitenbrettern. Es ist jedoch auch einer der schwächsten Momente auf "Echoes, Silence, Patience & Grace" - schon allein weil die Foo Fighters vieles können, allerdings definitiv keine langsamen Folk-Blues-Stücke schreiben. Das zeigt sich ebenso an der übertünchten Romantik auf "Home" oder am verzweifelt ernsthaften Storytelling auf "Stranger Things Have Happened".


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Im Gegensatz zur letzten Veröffentlichung "Skin & Bones", einem reinen Akustik-Live-Album, gibt es auf "Echoes ..." zum Glück aber auch wieder jene Art Stücke, für die Menschen wie australische Bergarbeiter, kalifornische Surfer und münsterländer Studenten die Foo Fighters seit vielen Jahren lieben. Dem Grundsatz her sind dies gute, einfache, schnell und mit viel Herzblut gespielte Rock-Songs. Die erste Single-Auskopplung "The Pretender" ist so ein Stück, das keine Experimente mit Sounds, Intensionen oder gar genrefernen Zutaten versucht, sondern schlicht und ergreifend wütende Rockmusik ist. In die gleiche Kerbe schlagen "Erase/Replace", "Long Road To Ruin "Come Alive", "Cheer Up, Boys (Your Make Up Is Running)" und "But, Honestly" - der vielleicht beste Song der Platte.

Damit die Rocksongs gut klingen, haben Dave Grohl und Co. auch wieder Mixmeister Gil Norton ins Studio geholt, der ihnen schon beim 1997er Erfolgsalbum "The Colour And The Shape" zur Seite stand. Mit der Qualität dieset Referenz wird sich "Echoes ..." im jedoch trotzdem nicht messen können. Dave Grohls Ansatz, hier seine Akustik-Folk-Liebe mit den wütenden Rock-Ausbrüchen auf Albumlänge verbinden zu wollen, ist nicht weniger als vollkommen überambitioniert und schadet am Ende den offensichtlichen Qualitäten der Band.

Matthias Puppe, leipzig-live.com


Weitere Informationen
foofighters.com
sonybmg.de
myspace
Tracklist

The Pretender
Let It Die
Erase/Replace
Long Road To Ruin
Come Alive
Stranger Things Have Happened
Cheer Up, Boys (Your Make Up Is Running)
Summer's End
Ballad Of The Beaconsfield Miners
Statues
But, Honestly
Home

VÖ: 21.9.2007
Label: RCA / SonyBMG

Kurzportrait

Bandmitglieder: Dave Grohl (Gitarre, Gesang), Chris Shiflett (Gitarre), Taylor Hawkins (Schlagzeug), Nate Mendel (Bass)

Stil: Rock

Diskographie: Foo Fighters (1995), The Colour And The Shape (1997), There Is Nothing Left To Lose (1999), One By One (2002), In Your Honor (2005), Skin & Bones (2006), Echoes, Silence, Patience & Grace (2007)



letzte Aktualisierung: 14.03.2011 12:35:40



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