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Fotos (3): Warner Music |
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Wenn James Blunt etwas besonders gut kann, dann ist das traurig sein. Mit großer Traurigkeit sang sich der Brite in den vergangenen vier Jahren weltweit in die Herzen melancholisch veranlagter Menschen. Zwölf Millionen Tonträger gingen von seinem Debütalbum "Back To Bedlam" über den Ladentisch, die erste Singleauskopplung "You Are So Beautiful" dürfte einer der am meisten gespielten Songs der letzten Dekade gewesen sein.
Während langer Tour und ein paar Wochen in seiner Hacienda auf Ibiza verfasste der inzwischen 33-Jährige nun den Nachfolger. Der hört auf den nicht wirklich fröhlichen Titel "All The Lost Souls" und hat auch sonst alles, um nahtlos an sein Erfolgsdebüt anzuschließen.
Eine der interessantesten Geschichten im Zuge des internationalen Durchsbruchs von James Blunt waren wohl die Erklärungsversuche zu seiner umfassenden Traurigkeit. Passend zum Blumenmädchen-Image von James Blunt wurde deshalb seine frühere Zeit als Blauhelm-Soldat im Kosovo medial thematisiert, in welchen er so viel bedrückende Dinge erlebt habe, dass sein Debüt gar kein fröhliches hätte werden können.
In den vergangen vier Jahren war James nun nicht mehr im Krieg und somit kommen deshalb auch die Gründe für seine Trauer etwas profaner daher: "Irgendjemand hatte meinen Heizkessel gestohlen, und so konnte ich nicht heizen. Ich saß also in meinem Zimmer, in einem Mantel, mit Hut und fingerfreien Handschuhen und spielte Klavier. Es war kalt, und der Hausverwalter behauptete, ich lebte wie ein Mönch. Tatsache ist, wenn dir kalt ist und keiner ist um Dich herum, und du verstehst die Landessprache nicht, dann kann man Songs schreiben wie: Hey, das hier ist schrecklich." So steht es zumindest im Waschzettel zur neuen Platte "All The Lost Souls". Ergreifend bleibt James Melancholie, wenn man so etwas mag, trotzdem noch. Er singt überzeugend von den Schattenseiten des Ruhmes, von unerwiderter Liebesmüh, von der Zerbrechlichkeit des Lebens. Kurz gesagt: von all' den Dingen, die bei verregnetem Gemüt von Bedeutung sind. |