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Lockere Stimmung beim Festival "Leipzig. Courage zeigen" - Nacht bleibt friedlich
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Hier sind die Fotos von der Konzertbühne!
Fotos vom Festival
Leipzig. Zahlreiche Künstler haben sich am Freitag zur dreizehnten Auflage des Festivals „Leipzig. Courage zeigen.“ gegen Rasissmus und Gewalt gestellt. Wie immer versammelten sich hochkarätige Musiker bei dem Open Air auf der Alten Messe, um sich für die gute Sache einzusetzen. Über die Zuschauerzahl herrschte am Abend noch Unklarheit. Während die Polizei die Zuschauerzahl gegenüber LVZ-Online auf etwa 1500 schätzte, sprach Veranstalterin Edda Möller von rund 6000 Teilnehmern.

Die Stimmung war ausgesprochen locker und gelöst. Besonders als Rolf Stahlofen zum Abschluss die Rio-Reiser-Hymne "König von Deutschland" anstimmte, haben alle eingestimmt und den Abend harmonisch ausklingen lassen. Kurz nach 23 Uhr wurde das Festival - wie angekündigt - für beendet erklärt. Bis dahin war es nach Polizeiangaben ruhig geblieben.

Neben Fools Garden, die mit einem Unplugged-Programm aufwarteten, und den DDR-Stars von Karussell spielten auch die Ton-Steine-Scherben-Family, Sebastian Krumbiegel sowie Inklusiv - die frisch gekürten Gewinner des zum Festival gehörenden Bandwettbewerbs. Die Alternative-Popper hatten sich am Samstag gegen die letzten Konkurrenten durchgesetzt und gewann das „12. Jugendfestival Leipzig. Courage zeigen.“. Neben dem Auftritt auf der großen Bühne am Freitag können sie sich zusätzlich auf eine CD-Aufnahme im Tonstudio freuen.

Mit dem Motto „Junge Musiker für Toleranz, gegen Gewalt und Rassismus“ starteten im März 30 Gruppen in den Contest, der in verschiedenen Leipziger Clubs stattfand. Aus jedem der sechs Vorausscheide blieb eine Finalistenband für den großen Showdown am 24. April im Anker übrig. Inklusiv überzeugten die Jury letztendlich mit ihrem Alternative-Pop aus E-Gitarre, Schlagzeug, Bass, Piano, Akkordeon und Posaune. Sie ließen im großen Finale damit The Waeck, Brewseb’s Heritage, Watership Down und Die Blindgänger hinter sich.


Traditionell galt es für alle teilnehmenden Musiker des Jugendwettbewerbs, ein 30-minütiges Programm zu bieten, in dem sich mindestens ein Song gegen Gewalt und Rassismus stellt. Zusätzlich mussten die Teilnehmer aus Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen stammen.

Im Jahr 1998 hatte die NPD für den 1. Mai in Leipzig einen Aufmarsch geplant. Leipziger Bürger zeigten seinerzeit Courage und besetzten nach einem Aufruf von Stadt, Gewerkschaften und vielen Initiativen den vorgesehenen Platz vor dem Völkerschlachtdenkmal. Eine Reihe namhafter Künstler gab ein großes Konzert – Engagement und Lebensfreude vermischten sich zu lustvollem Protest. Unter dem Motto "Leipzig.

Courage zeigen." versammeln sich seitdem jedes Jahr am 30. April Tausende Leipziger, um bei einem stimmungsvoll Pop-Ereignis ordentlich zu feiern und gleichzeitig ihre Ablehnung politischer motivierter Gewalt zu demonstrieren. Alle Künstler spielen ohne Gage, so dass das Konzert für die Besucher kostenlos ist.



letzte Aktualisierung: 14.03.2011 12:58:31



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