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Leipzig. Irgendwann wird seine Ärztin sich die Kopfhörer aufsetzen und besorgt zu ihm sagen, wie dunkel, wie traurig und verletzlich seine Musik klingt. Paul Kalkbrenner wird sie verwundert anblicken. Dann wird er die Lautstärke und den Bass aufdrehen, am liebsten möchte er so etwas sagen wie: Da hast dus. Das ist das, was ich kann. Das ist das, was ich bin. So erzählt es eine Schlüsselszene in Berlin Calling, dem Film, der Kalkbrenner über alle Grenzen berühmt machte; der es schaffte, eine Musik-Generation zusammenzuschweißen, fernab von Klingelton und dumpfem Getrommel.
Bekannt ist Paul Kalkbrenner in der Techno-Szene seit vielen Jahren. Aber es ist Berlin Calling, der den ausgebildeten Trompeter vor etwa einem Jahr zum Star gemacht hat. Es ist die Geschichte des gefeierten und gefallenen DJs Ikarus, der den Lebenswandel der Clubs, den Wandel der Zeit beinahe nicht überlebt. Die Nächte Berlins schicken ihn in den Drogensumpf, und es ist eben dieser Schmelztiegel, der sein verborgenes Talent fördert und der das schafft, was er selbst verkörpert: den Sound, den Ruf und den Mythos Berlins. |