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Die Pfeilerhalle des Leipziger Grassimuseums wurde aufwendig restauriert. (Foto: Regina Katzer) |
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Leipzig. Die Art-déco-Pfeilerhalle des Leipziger Grassimuseums erstrahlt in altem Glanz. Nach aufwendiger Rekonstruktion konnte das Herzstück des Museums am Montagnachmittag wieder eröffnet werden. Wie es heißt, wurde die Halle in den vergangenen Monaten weitgehend in den Zustand ihres Baujahres 1927 versetzt, inklusive der prägenden roten Dreiecks-Pfeiler, der gold-blau verkleideten Brüstung, der ultramarinblauen Stützen an der Stirnseite, der goldenen Leuchten und Geländer sowie des rautenförmig verlegten Parketts.
Das Grassimuseum hat seine magische Mitte wiederbekommen, sagte die Direktorin des Museums für Angewandte Kunst zur Pressekonferenz. Die von Hubert von Ritter 1927 für die Ausstellung Europäisches Kunstgewerbe im Grassimuseum entworfene und realisierte Halle war 1943 bei einem Bombenangriff schwer zerstört worden und brannte bis in den Keller hinein aus. Nach dem Krieg konnten die Gemäuer nur notdürftig instand gesetzt und provisorisch genutzt werden.
Bei der Sanierung des Grassimuseums zwischen 2000 bis 2005 erhielt die Pfeilerhalle zunächst ihren Emporenumgang zurück. Dann habe aber das Geld für die komplette Wiederherstellung des imposanten Raumes gefehlt, heißt es in einer Mitteilung des Museums. Mit Hilfe der Stiftung der Ostdeutschen Sparkassen, der Leipziger Sparkasse und Fördermitteln des Bundes konnte die Restaurierung nun jedoch vollständig abgeschlossen werden.
Künftig soll die Pfeilerhalle für Veranstaltungen genutzt werden und gleichzeitig als Ausstellungsraum dienen. So findet die feierliche Einweihung am 31. Januar um 11 Uhr gemeinsam mit der Eröffnung des zweiten Teils der Ständigen Ausstellung Asiatische Kunst. Impulse für Europa statt.
Internet: www.grassimuseum.de
mpu, leipzig-live.com / dpa |