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Element of Crime (Foto: Suhrbier) |
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Leipzig. Auch wenn der Markt für Konzertmittschnitte brummt, man dank HD, Blu-Ray und anderen Neuerungen der Videoaufzeichnung inzwischen praktisch jede Schweißperle auf den Bühnen auch vom heimischen Sofa aus beobachten kann: Nur live ist immer noch live. Das Erlebnis Konzert lässt sich auch durch digitale Höchstleistungen einfach nicht ersetzen. Dank der Verdienstausfälle beim Tonträgerabsatz können sich die großen Leipziger Konzertbühnen in den kommenden Monaten erneut anhaltender Auslastung erfreuen. Neben diversen Dauerbrennern, deren schier endlose Tourneen sie auch 2010 wieder nach Leipzig führen, sind unter den erwarteten Musikstars auch lang Vermisste und erst kürzlich ans Firmament Emporgeschnellte.
Schon im Januar wird mancher die Reste des wohlverdienten Weihnachtsgeldes an den Ticketkassen lassen. Von Walzerprinz André Rieu (14.1.) über die Hardrocker Manowar (16.1.) und die unvergleichbaren Flippers (22.1.) bis zu Softrock-Stern Chris Rea (25.1.), den französischen Electropop-Heroen Air (26.1.), Sven Regeners Element of Crime (28.1.) und Proll-Hopper Olli Banjo (29.1.) reicht das vielseitige Angebot. Zudem lässt sich Techno-Star Efdemin zusammen mit Turner (der jetzt Pawel heißt) am 23. Januar im Conne Island sehen. Wer im vergangenen Jahr Milows Hitsingle Ayo Technology vergnügt mitgepfiffen hat, wird den 8. Februar im Kalender dick anstreichen. Der belgische Chartstürmer stellt sein Debütalbum im Haus Auensee vor. Ebenfalls im Februar tanzen Zweiraumwohnung durch den Anker (19.2.) und kaufen Fans des Südstaaten-Rock im Haus Auensee ein paar Y und trällern mit den auch nach 40 Jahren unaussprechlichen Lynyrd Skynyrd Sweet Home Alabama.
Im März geben sich gleich mehrere Weltstars in der Messestadt die Klinke in die Hand: Kevin Costner will am 4. März im Gewandhaus beweisen, dass er nicht nur Vorsicht Kalauer mit dem Wolf tanzen kann. Berlin Calling-Hauptdarsteller und Technostar Paul Kalkbrenner versucht am 19. März im Haus Auensee den Unterschied zwischen filmischem und realem Ich zu klären, während der Klangforscher- und Lasershowdesigner Jean-Michel Jarre am 11. März den Stromverbrauch in der Leipziger Arena sprunghaft ansteigen lässt. Nicht zuletzt werden die einzigartigen Scooter am 20. März an selber Stelle wieder einmal fragen: How Much Is The Fish?
Im April kommen Freunde anspruchsvoller Rockmusik inklusive auch für Guido Westerwelle verständlicher Texte voll auf ihre Kosten: Erst stellen Hamburgs Tocotronic am 2. April im Conne Island ihr neues Album Schall und Wahn vor, dann zeigen sich die legendären New-Wave-Stars Fehlfarben am 8. April wieder einmal im Werk II. Ebenfalls mit dicker 1980er-Jahre-Referenz, allerdings ohne die entsprechenden Spuren der Zeit unter den Augen ist Nena ausgestattet. Direkt vom Titelbild des Otto-Katalogs spingt sie am 20. April mit aktuellem Album Made in Germany auf die Bühne der Arena. Zudem beschert uns der April noch seelische Streicheleinheiten von Chris De Burgh (7.4.), Howard Carpendale (17.4.) und Mireille Mathieu (29.4.). |