| Zum Thema |
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Foto: Universal |
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Tarantino verschränkt kunstvoll mehrere Handlungsstränge miteinander: Mit Hollywoodstar Brad Pitt als Anführer schickt er einen Trupp jüdisch-amerikanischer Soldaten hinter die feindlichen Linien im besetzten Frankreich. Dort sammeln die unrühmlichen Bastarde Nazi-Skalps. Waltz als SS-Mann Hans Landa wiederum jagt versteckte Juden. Daniel Brühl verliebt sich als NS-Kriegsheld in eine jüdische Kinobesitzerin, die allerdings alle Nazis lieber tot als lebendig sähe.
Martin Wuttke gibt einen teuflisch lachenden Hitler. Sylvester Groth spielt nach Dani Levys Mein Führer-Komödie bereits zum zweiten Mal Goebbels. Til Schweiger tritt als gefährlich fanatischer, deutscher Nazi-Jäger auf. Am Ende treffen alle Protagonisten in einem kleinen Pariser Kino aufeinander, wo ein Anschlag auf die NS-Führung dem Schreckensregime den Garaus machen soll.
Ja, man könnte schon sagen, dass das ein Rache-Film ist, meint der 46-jährige Tarantino, der sein Drehbuch frei nach dem B-Movie Ein Haufen verwegener Hunde (1978) von Enzo Castellari geschrieben hat. Mit dem Film habe er sich einen lange gehegten Traum erfüllt: Die Macht des Kinos besiegt das Dritte Reich. Dabei wandelt er irgendwo zwischen Action, Trash, Abenteuer und Cowboy-Lässigkeit, die sich vor allem in der Figur von Pitts Bandenanführer niederschlägt. Auffallend zurückhaltend setzt Tarantino dieses Mal Musik ein, was dem Film gut tut. In der Mitte gibt es einige Längen - man sieht den Regisseur förmlich vor sich, wie er mit sich rang, und am Ende doch nichts kürzte. |