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Erst halten, dann schlachten, so der knappe Ratschlag seines Vaters Taheri (Michael Niavarani), aber der längst erwachsene Metzgersohn Mohsen (Navid Akhavan) aus Köln bringt es einfach nicht übers Herz, einem Schaf die Kehle durchzuschneiden. Der Knabe ist viel zu zartbesaitet für diesen blutigen Job. Lieber träumt sich Mohsen, der mit fast dreißig immer noch bei seine Eltern wohnt, hinweg in orientalisch-bunte Märchenwelten, oder er strickt an seinem Schal des Lebens.
Wie aus einem larmoyanten Weichei schließlich doch noch ein richtiger Mann wird, davon erzählt die schräge, nicht immer ganz sauber gestrickte, aber sehr sympathische Komödie Salami Aleikum, die der 1972 in Iran geborene, seit 1985 in Deutschland lebende Autor und Regisseur Ali Samadi Ahadi (Lost Children) mit viel Liebe zum Detail in Szene gesetzt hat. Vom putzigen Vorspann mit gehäkelten Schafen und wolligen Mäusen über kleine, selbstgebastelte Animationssequenzen im Retro-Stil bis zum Finale in Bollywood-Manier auf dem Dorfplatz eines ostdeutschen Dorfes wimmelt es nur so vor skurrilen Ideen, auch wenn dabei der erzählerische rote Faden mitunter verloren geht. Unterhaltsam ist diese verwickelte Multi- Kulti-Posse über weite Strecken allemal. |