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Weltpremiere und Wehmut
Foto: dpa
Am Ende half nur ein Regenschirm: Im strömenden Regen hatten tausende Fans, ihre Stars und deren Schöpferin Joanne K. Rowling am 7. Juli in London die Weltpremiere von "Harry Potter und der Halbblutprinz" gefeiert. Weder Regen noch Schweinegrippe konnten der Feierlaune am Leicester Square allerdings etwas anhaben. Obwohl "Harry Potter und der Halbblutprinz" bereits der sechste Film ist, hält der Enthusiasmus der Fans offenbar unvermindert an.

Tausende Fans harrten stundenlang im Regen aus, um die Darsteller um den Potter-Mimen Daniel Radcliffe über den roten Teppich laufen zu sehen. Sie wurden nicht enttäuscht, neben Radcliffe kamen auch Emma Watson alias Hermine und Ron Weasley-Darsteller Rupert Grint zu dem Stelldichein - letzterer war gerade erst von seiner Schweinegrippe genesen.

Watson, Grint und Radcliffe waren noch Kinder, als die Dreharbeiten zu dem Epos um den Zauberlehrling Harry Potter begannen. Ihr halbes Leben verbrachten sie als Harry, Ron und Hermine. Nun aber ist das Ende abzusehen: Der Saga-Abschluss "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes", bei dem Harry Potter zum finalen Kampf gegen Bösewicht Voldemort antritt, soll 2010 und 2011 als Zweiteiler in die Kinos kommen. Zwar freue er sich auf neue Aufgaben, doch sehe er dem Ende mit gemischten Gefühlen entgegen, sagte der 19-jährige Radcliffe: "Es wird sehr, sehr traurig sein, wenn wir diese Filme abgedreht haben."

Neben den drei Haupt-Charakteren kamen unter anderem Voldemorts treueste Verbündete, Bellatrix Lestrange alias Helena Bonham Carter, sowie Hogwarts-Lehrerin Minerva McGonagall alias Maggie Smith, zur Premiere der sechsten Folge. Treue Fans streckten Autorin Joanne K. Rowling so viele Bücher zum Signieren entgegen, dass sie es nur mit Mühe ins Kino schaffte.

Nur zwei Ereignisse trübten die Feier: Mitten in die Vorbereitungen zur Premiere platzte die Nachricht, dass der 19-jährige James Waylett - alias Schüler-Fiesling Crabbe - des illegalen Anbaus von Cannabis-Pflanzen beschuldigt wurde. Und viele der Darsteller erschienen auf dem roten Teppich mit weißem Band um den Arm - als Erinnerung an ihren Mitschauspieler Rob Knox, der im vergangenen Jahr vor einer Bar erstochen worden war.

Einen Tag nach dem Kinostart in Deutschland kommt der Film in den USA und Japan in die Schauspielhäuser. Die Verfilmungen der Harry-Potter-Bände haben weltweit bisher rund 3,2 Milliarden Euro eingespielt.

durch London und zerstören die Millenniums-Brücke über der Themse. Doch von anderen apokalyptischen Katastrophen bleiben die Muggel - die nichtmagischen Menschen - vorerst verschont. Auch sonst ist das Abenteuer nicht ganz so düster wie von manchen Potter-Fans erwartet. Vor allem die Gefühlswirrungen der Helden lassen die Zuschauer häufiger durchatmen und lachen.

Bei den dramatischsten Szenen verzichtet die Regie auf übertriebene Theatralik und hält damit die Qualen der mitleidenden Zuschauer in Grenzen. Fest steht: Am Ende stirbt eine wichtige Person. Die Leser der Roman-Reihe von Joanne K. Rowling wissen natürlich, wer Harry in seinem letzten Kampf gegen das Böse nicht mehr zur Seite stehen kann.

dpa





letzte Aktualisierung: 14.03.2011 12:19:59



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