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Der wahre Brüno? Szene diskutiert Kinofigur
Er ist laut, schrill und schwul. Aber was sagen die Kenner über den Modejournalisten „Brüno“, den Kino-Nachfolger von „Borat“? Hauptdarsteller Sacha Baron Cohen hat bei seiner Werbetour kein Kostüm gescheut. Am Brandenburger Tor trug er ein rosa Kostüm mit Fellpenis, in Spanien verkleidete er sich als Stier. Über den Film wird viel geredet, noch bevor er überhaupt am 8. Juli ins Kino kommt. Wer ist der wahre Brüno, wie treffend ist die Satire?

Inspiriert wurde der Film möglicherweise von Harald Glööckler, Modedesigner und Paradiesvogel aus Berlin. Glööckler sagt, er sei 2007 angerufen worden, Cohen habe ihn dann zum Essen eingeladen. Es sei ein wunderbarer Abend gewesen. „Wir hätten eigentlich Brüder sein können von der Optik“, findet Glööckler. „Ich habe auch privat diese Locken hinten, wenn ich die Haare nicht gemacht habe.“ Er sei gefilmt worden. Gemeinsamkeiten stellt Glööckler sowohl mit Baron Cohen als auch mit der Kunstfigur Brüno fest.


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Fotos (3): Universal Pictures
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Der Trailer zum Film
Wann & wo im Kino?
Komiker Baron Cohen provoziert als schwuler Mode-Reporter
Der Stylist Armin Morbach sieht starke Ähnlichkeiten zwischen dem, was er bisher von Brüno kennt, und Teleshopping-Designer Glööckler. Das sei aber nicht „die große Welt“. „Ich kenne keinen, der wirklich so ist“, sagt Morbach über Brüno. Marc Jacobs, Tom Ford - das seien „schicke Männer“. In Brüno sieht Morbach eher einen Modejournalisten aus den schrilleren 80ern. Überhaupt: „Schwulsein ist alles andere als laut sein.“ Er könne aber über die Figur lachen.

Der Schauspieler Hubertus Regout zeigt sich bei der Berliner Fashion Week in einer Jacke im Schlangenlederlook. Sein Kommentar: „Ich bin eine Mischung aus Brüno und (Filmfigur) „Zoolander“.“ In der Serie „Verliebt in Berlin“ hat Regout einen Modedesigner gespielt. In der Branche kenne er sich gut aus. „Irre humorvoll“ findet er Brüno. Er freut sich auf den Film. Model Eva Padberg ist ebenfalls offen gegenüber Baron Cohen: „Ich fand ihn auch schon in „Borat“ sehr lustig.“

Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland hat keine Probleme damit, dass über Homosexuelle Witze gemacht werden. „Das ist auch eine Form, sie ernst zu nehmen“, sagt eine Sprecherin in Berlin. Außerdem werde ja wohl Schwulenfeindlichkeit ebenfalls aufs Korn genommen. Fazit: Ein Aufreger wie „Borat“ wird „Brüno“ kaum.

Caroline Bock, dpa




letzte Aktualisierung: 14.03.2011 12:51:56



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