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Clou des Films sind ohne Zweifel die beiden Hauptdarsteller. Die Authentizität, mit der sie agieren, lässt die mitunter durchaus konstruiert anmutende Story durchgehend wahrhaftig wirken. Damit gelingt eine im Kino seltene intelligente Auseinandersetzung mit den Unterschieden von Frauen und Männern, ohne dass dabei auch nur einmal fade Klischees bedient werden.
Alle Anderen erzählt von zwei Menschen, die anders sein wollen, als Alle Anderen. Dabei müssen sie schmerzlich erkennen, dass sie in vielen Dingen eben genau so sind, wie Alle Anderen. Mit welcher Leichtigkeit das hinter diesem Dilemma steckende philosophische Problem beleuchtet wird, hebt den Film weit aus dem Kinoalltag heraus. Die Inszenierung verweigert alle vorschnellen Beurteilungen und läuft auf ein wunderbar verwirrendes Ende zu: Da ist keineswegs klar, wie es nun mit Gitti und Chris weiter gehen wird. Gerade diese Unsicherheit sorgt neben den Darstellern dafür, dass sich Alle Anderen wohl vielen im Publikum stark einprägen dürfte.
Peter Claus, dpa |