| Kompakt |
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Genre: Elektro-Pop
Bandmitglieder: Susi Kemmer alias SUI Tiger (Gesang), Timo Lurgenstein alias TL Tiger (Keyboards), Carsten Schulze alias CS Tiger (Keyboards), Stefan Kopielski alias SK Tiger (Gesang, Keyboards)
Diskografie: Pod Music E.P. (2009), Album Hedonist und Single We Are Discoteque folgen im Sommer
Konzerte: 26. September, Ilses Erika (Bernhard-Göring-Straße 152), 24. Oktober, Ostpol (Dresden) |
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Gegenüber der alten wirkt die neue Herzensdame minimalistischer, auch weitaus elektronischer, tanzbarer und vor allem sehr eingängig. Bei den Galan Pixs wussten wir einfach nicht immer, wie man Pop macht, haben viel mit Sounds zugedeckt. Das lassen wir jetzt weg, sagt Kopielski, der sich nun auch SK Tiger nennt. Geblieben ist die musikalische Sozialisation der vier, die in den 80er Jahren zu suchen ist und somit bekanntlich auch heute noch sehr gut zum Musik-Trend passt.
Genau genommen, versuchen Me And The White Tiger beim Songwriting das Formale der Generation zwischen Pet Shop Boys und New Order mit der messerscharfen Kühle und Dynamik manch zeitgemäßer Dancefloor-Sounds zu verbinden. Im Resultat dominieren fulminante Bässe und gradlinige Beats, die in der Discothek für Furore sorgen können und die dank der weiblichen und männlichen Gesangparts auch beim Wohnzimmer-Rave eine gute Figur machen. Für den Hausgebrauch haben die vier inzwischen eine EP (Pod Music) veröffentlicht, ein ganzes Album und eine Single sollen im Sommer folgen. Trotz des Auslaufmodells physischer Tonträger gibt es ihre Musik auch auf CD, jedoch nur in Kleinstauflagen für den direkten Freundeskreis produziert.
Wie es die Zeit heute erfordert, veröffentlichen Me And The White Tiger ansonsten auf eigene Faust im Internet. Ein Download-Portal habe ihre Songs geprüft und ins Programm aufgenommen, an jedem verkauften Song partizipiere man. Für Stefan Kopielski ist der Weg über das Internet auch ein sehr angenehmer, vor allem mit Blick auf frühere Erfahrungen mit Plattenlabels: Du musst heute nicht mehr mit Menschen sprechen und Verträge machen, mit denen du sonst nicht mal ein Bier trinken würdest.
Ohne solch einen Partner obliegt die Verbreitung der Musik natürlich allein der Band, die auch alle Möglichkeiten des Internets auszunutzen versucht mit einer Einschränkung: keine Bandwettbewerbe, egal ob im Netz oder auf der Konzertbühne. Dort, wo viele Kollegen in den vergangenen Monaten in die Öffentlichkeit strebten und auch den einen oder anderen Euro verdienten, wollen Me And The White Tiger niemals stehen. Dieser sportliche Grundgedanke an Musikwettbewerben, dieses Gegeneinander und höher, weiter, schneller ist einfach furchtbar, so Kopielski. In Zeiten der Galan Pixs sei die Jägermeister-Rockliga einmal auf sie zugekommen, man habe aber eine Teilnahme bereits damals kategorisch abgelehnt. |