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In der Nacht sind alle Katzen grau und trägt man die Sonnebrille vor allem auf dem Dancefloor. Dieser Kalauer zu Beginn muss einfach sein, um holprig an eine der immergrünsten Coverversion der Clubkultur-Historie zu erinnern. Mit der zeitgemäßien Reaktivierung von Corey Harts "Sunglasses At Night" gelang Tiga vor acht Jahren ein bis heute zu vorgerückter Stunde immer wieder umjubelter Disco-Stampfer.
Seit mehreren danach auf CD gebannten und viel beachten DJ-Mixen sowie seinem Debüt-Album "Sexus" gilt die Kunst des Kanadier weltweit als Geheimwaffe gegen jede abschlaffende Tanznacht. In den vergangenen Monaten war es allerdings etwas still um Tiga geworden. Wie es nun heißt, saß er währenddessen sage und schreibe 14 Monate im Studio, um sein neuestes Werk "Ciao!" in Angriff zu nehmen. Nun erscheint die Scheibe auch hierzulande und wir können erfreut feststellen: Disco is back in town!
Es waren schon immer die hervorragenden Referenzen und die versuchte Verbindung von Pop und Clubkultur, die Tigas Musik auszeichneten. Auch "Ciao!" möchte diesem Anspruch gerecht werden. Neben den schon aus der Vergangenheit bekannten Verweisen in den 1980er Pop und Funk (vor allem in Richtung Prince), glänzt Tiga 2009 im Lichte jener Disco-Spielart, wie sie Ende der 1970er Jahre zwischen den Leuchtdioden der New Yorker Homosexuellen-Szene und Italiens Adria-Stränden entstand. Gemeint ist die in diesen Tagen wieder viel zitierte Italo-Disco. |