| Kompakt |
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Genre: Singer-Songwriter, Alternative Rock
Bandmitglieder: Uwe Huey Colbinger (Gitarre und Gesang), Peter Bornschein (Bass), Alex Wicher (Schlagzeug)
Diskografie: EP Colbinger
Konzerte: 9. April um 20 Uhr im Spizz Leipzig, Markt 1; 30. April im Vogue, 20 Uhr, Körnerstraße 27. |
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Dem Comeback halfen zwei Kollegen auf die Sprünge: Alex Wicher und Peter Bornschein. Beide entstammen Musikerfamilien, kennen sich seit Kindheitstagen aus dem thüringischen Gera und bearbeiteten bei The Wish gemeinsam ihre Instrumente. Sie traten 2003 die Flucht aus der Provinz an, um sich musikalisch weiterzuentwickeln. Durch Zufall wurde Huey im Sommer 2007 auf die beiden aufmerksam. Sie machten vor dem Alten Rathaus Straßenmusik mit komplettem Schlagzeug und Saxofon. Für Huey, der gerade ernsthaft erwog, wieder öffentlich Musik zu machen, war das wie ein Erweckungs-Erlebnis. Schnell formierte sich das Trio, probte und absolvierte bereits nach vier Wochen den ersten Gig.
Colbingers Stärke liegt laut Alex in der Minimalbesetzung, da jeder seine eigene Stilistik mit einbringe. Die Akustikgitarre wird von Huey gespielt, der auch den Gesang besorgt, Peter bedient den Bass und Alex das Schlagzeug. Zudem passe es einfach menschlich, wie die drei unisono meinen. Sie sprechen von einem blinden Verständnis, was das musikalische Miteinander betrifft.
Ihre Songs entstehen nicht am Reißbrett. Meist schweben Huey bereits Fragmente vor, woraufhin gemeinsam eine Struktur entwickelt wird. Wie man ihren Stil genau beschreiben soll, weiß Huey selbst nicht. Ich wäre dankbar, wenn jemand definieren könn-te, was Colbinger ist. Ein allumfassendes Schlagwort gibt es nicht für ihren Sound, bei dem eine rockige Akustikgitarre als Singer-Songwriter-Basis durch Bass und Schlagwerk zum groovenden Soundgefüge ausgebaut wird. Auf das Ganze kommen Funkprisen, umspült von Surfwellen stimmiger Alternativ-Rock, in dem eine gehörige Portion Gelassenheit mitschwingt.
Die Nagelprobe für jeden Song bildet die Live-Präsentation. Die Bühne sehen Colbinger als ihr Versuchsfeld. Hier finden sie heraus, was funktioniert, welche Stücke zusammenpassen und sich für eine CD eignen. Kein Wunder also, dass die im Sommer 2008 erschienene Debüt-EP zur Hälfte aus Live-Mitschnitten besteht. |