| Fotos + Quiz |
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Fotos (3): Four Music |
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Jetzt will er es aber wissen. Olli Schulz geht aufs Ganze, lässt die selbst auferlegten Ketten fallen, strebt ins große Rampenlicht, will endlich auch ein großes Stück vom Kuchen. Wenn man den Weg des sympathischen Hamburger Musikers in den vergangenen Wochen zumindest mit einem halben Auge und Ohr verfolgt hat, seinen Auftritt beim einstmals von ihm so gescholtenen "Bundesvision Song Contest" registriert und über seine Vertragsunterzeichnung beim Branchenriesen Sony Music gestaunt hat, mag eingangs angedeutete Mutmaßung nichts Überraschendes an sich haben. Olli Schulz ist mit "Es brennt so schön" wirklich ein dickes Paket gelungen, das es in sich hat.
Gezählt sind die Tage, in denen der ehemalige Bühnen-Helfer und Alster-Szene-Stern "nur" mit Charme und rotzig-schnöden Songs über die Feinheiten des Lebens am Rande des Existenzminimums zu begeistern wusste. Sein erstes wirkliches Soloalbum (Kumpel und ex-Mitstreiter Max "Der Hund Marie" Schröder hat Olli in Richtung Tomte verlassen) ist ein vollwertiges Stück Popmusik, ohne Abstriche dafür mit klanglichen Ausrissen in Richtung Rock. Hier wird nichts dem Zufall überlassen, hat fast jeder Song seinen klaren Platz und seine eindeutige Funktion im Gesamtkonzept des "großen Olli Schulz Albums" - wie er die Vorgabe der Platte kürzlich selbst erklärte.
Das Ergebnis unterscheidet sich zu allen bisherigen Veröffentlichungen aus dem Hause Schulz nun vor allem in der hochwertigen Produktion, in der Vielseitigkeit der verwandten Songwriter-Mittel und in Ollis hier weniger präsentem Zynismus. Allein die Referenzliste derer, die ihn bei den Aufnahmen unterstützt haben, ist diesbezüglich schon sehr vielsagend: Walter Schreifels (Gorilla Biscuits, Youth of Today, Quicksand), Bernd Begemann (himself), Lee Buddah (himself), Mark Tavassol (Wir sind Helden), Ben Lauber (T.Raumschmiere) sowie Moses Schneider (Beatsteaks) und Swen Meyer (Tomte, Kettcar) standen tatkräftig zur Verfügung. |