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Ole und Kayer mit Mücke aus Tante Emma's Lädchen (oben), beim Start in Dresden (mitte) und beim Tagebuch-Schreiben (unten). |
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25. Februar 2009
Die letzten Tage waren schon ganz schön stressig. Heute konnte es ja kaum schlimmer werden. Dachten wir uns zumindest.
Dabei fing alles recht gut an. Mücke aus Tante Emma's Lädchen überreichte uns feierlich einen Werkzeugkasten, einen Feuerlöscher und eine Luftpumpe für unseren Wagen. Dafür werden wir, wenn wir wieder zurück sind, öfter mal in die Kochstrasse 35 in 04275 Leipzig kommen und das eine oder andere Nahrungsmittel kaufen. Danke Mücke!
Wir haben nochmal versucht sinnvoll zu packen. Klappt auch schon mehr oder weniger gut. Man entdeckt doch immer wieder mal ein neues Versteck im Wagen. Wir haben noch etwas entdeckt: einen Riss in unserer Unterdruckpumpe. Unser Chefmechaniker will uns so nicht losfahren lassen. Ob wir wollen oder nicht, das Ding wird gewechselt. Zum Glück haben wir ja zwei Volvos.
Unsere Reisepässe sind in Berlin abgeholt worden. Wir gehen davon aus, dass da noch kein Visum für Mauretanien drin ist.
Was pack ich ein? Was nehm ich mit? Was lass ich da? Was schlepp ich wieder heim? Fragen über Fragen. Kann man aber auch noch morgen klären!
26. Februar 2009
Unser Start gestaltete sich sehr vielseitig. Am Morgen mussten solche Dinge wie Tasche packen, tanken fahren und Bankgeschäfte erledigt werden. Wir hatten ja schon 12.00 Uhr einen Termin im Fela. Dorthin haben wir unsere Freunde zum Abschied hinbestellt. Da hörte man solche Sätze wie: "Stell dir vor, die wollten tatsächlich ohne Nähzeug losfahren!" oder "Esst euch noch ein letztes Mal satt!". Dr. Winterstein aus dem Fela bot Pasta für alle.
Wir haben uns echt gefreut, dass so viele ihre Mittagspause mit uns verbracht haben.
13.30 Uhr fuhren wir dann nahezu planmäßig los und kamen viel zu früh in Dresden an. Dabei hatten wir unterwegs schon die erste Reparatur. Der linke Lautsprecher ging nicht. Wir trafen Team 0123 aus Altenburg und fuhren zusammen zum Königsufer. Dort war es arschkalt. Und für manche muss es gar kein Wüstensand sein, die "DESERT- KINGZ" können sich schon auf der Elbwiese festfahren...das gibt sicher 'nen Strich.
Heute werden wir bei Tim vom Capito-Spieleladen übernachten, aber erstmal gehts zu Party (nein zum Meeting) zum Breitengrad e.V.
27. Februar 2009
Es wird Zeit, das schlechte Wetter hinter sich zu lassen. Beim Start heute morgen in Dresden fanden wir einen Zettel am Wagen: Das Auto blockiert den Zugang zum Müllraum! Uuups!
An einer Tanke nen Kaffee geholt und uns in der Dresdener Morgenpost entdeckt, als uns einer ansprach: "Viel Spaß in Banjul. Wart ihr schon mal da? Ich war schon mal in Banjul, als Tourist. Ich kann nur abraten. Banjul gehört zu Gambia und Gambia ist furchtbar!" Wir danken dieser Person aufrichtig für diese Warnung.
Auf der Autobahn Richtung München jede Menge Wetter. Wir fahren sagenhafte 110 km/h Höchstgeschwindigkeit, der Umwelt zuliebe.
Als Beifahrer hat man ja etwas Zeit, und da bietet sich eine spontane Berichterstattung an. Bei all der Technik, kann die Energiezufuhr zum Engpass werden, deshalb haben wir aufgerüstet. Es gibt schon geiles Zeug für die Trucker...
Wir sind tatsächlich bei Tageslicht bei unserem geheimen Kontakt in München angekommen. Nun müssen wir versuchen, die Veranstaltung in der Innenstadt trotz afrikanischer Verhältnisse zu erreichen. Ohne Umweltplakette fällt die Fahrt mit dem Rallyeauto aus. München hat zum Glück ein gutes U-Bahn - und Straßenbahnnetz, leider nicht heute. Heute wird gestreikt! Normalerweise stehen tausende Taxis rum und warten auf Gäste, heute ist es umgekehrt....es wird spannend!
Wir sind mit unserem geheimen Kontakt über abenteuerliche Wege in die Auenstrasse gefahren. Dort sind wir auch ohne Auto aufgefallen (nur positiv natürlich). Als wir dort ankamen hat der Rallyepfarrer zu den Rallyefahrern gesprochen. Es war mächtig kalt in der Kirche. Draußen auch. Da wir nicht in die Umweltzone einfahren durften, entging unserem Boliden die Segnung durch den Geistlichen.
Wir hatten unsere Pässe per Vollmacht in Berlin von der Botschaft Mauretaniens abholen lassen und waren voller Vorfreude und Erwartung. Während sich eine Reggae-Band warmklimperte, überreichte man uns unsere Reisepässe und ...naja, ähm...kein Visum drin. Wow, das wird spannend!
Danach sind wir in die Josef-Bar (oder ähnl., Anmerkung der Red.), weil da die Party abgehen sollte. Und sie ging! Wir waren das erste Team in der Bar und viel viel später auch das letzte. Die Teams konnten sich mal ein wenig kennen lernen. Zu unserer großen Freude trafen wir "Die Bazis". |