Frohnatur vs. Kostümmuffel
Faschingsfan Anne (l.) und Kostümmuffel Christine (r.) testeten den DHfK-Fasching.
Legendär soll er sein - der Fasching der DHfK. Die deutsche Hochschule für Körperkultur gibt es zwar schon seit fast 20 Jahren nicht mehr, aber die Faschingsveranstaltung hat überlebt. Jedes Jahr organisieren Studenten der Sportwissenschaften der Uni Leipzig die beliebte Party. Die Karten sind immer nach kürzester Zeit ausverkauft, weil es hier richtig heiß hergehen soll - nicht nur auf der Tanzfläche. Was ist dran am DHfK-Fasching? Die rheinische Frohnatur Anne Kabacinski (25) und Faschingsmuffel Christine Gräfe (24) haben für LVZ-Online Leipzigs größten Studentenfasching unter die Lupe genommen.
In ihrer Heimat Mönchengladbach verkleidet sich Anne traditionell als Teddybär im Ganzkörperkostüm, zum DHfK-Fasching geht sie als Boxerin. Schließlich will sie sich an das Motto des Abends halten: "Länderspiele - alles außer Fußball". Große Hoffnungen, dass das eine echte Karnevalsveranstaltung mit Sketchen und Karnevalsmusik wird, macht sie sich nicht. Das können doch nur die Rheinländer.
Die Leipzigerin Christine hat mit Fasching so gar nichts am Hut. Mit neun Jahren war sie das letzte Mal verkleidet - als Pippi Langstrumpf. Seitdem meidet sie Karnevalsveranstaltungen konsequent. Entsprechend lange musste sie überredet werden, zu testen, ob der legendäre DHfK-Fasching sie nicht doch noch von der "fünften Jahreszeit" überzeugen kann. Alibimäßig hat Christine sich dann doch ein Sport-Shirt übergeworfen, in der Hoffnung, dass ihr Faschings-Schlachtrufe und aufgesetzte Fröhlichkeit erspart bleiben. |