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LaFee - Ring frei
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Fotos(3): EMI Music
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Die Klingen sind gewetzt, LaFee ist zurück. "Ring frei" steht in flammenden Lettern auf dem Cover des vierten Studioalbums der 18-Jährigen geschrieben. Dahinter thront sie im Stile einer Königin der Unterwelt und macht damit schon im Vornherein klar: Freundschaftsarmbänder für ihre Mitmenschen hat sie auch dieses Mal nicht dabei. Warum auch? Die junge Frau aus Nordrhein-Westfalen ist seit etwa drei Jahren das musikalische Integrationsmodell für alle wutschnaubenden Heranwachsenden, denen die Welt im Allgemeinen und der Deutschlehrer im Speziellen unaufhörlich auf den Schlips zu treten scheint. Nach einer halben Million verkaufter Tonträgern und mehreren Charthits ist es jetzt wieder Zeit für verbale Vergeltung, verpackt in messerscharfe Texte, hofiert von peitschenden Gitarren.

Wie zu lesen ist, soll "Ring frei" das persönlichste Album der im wahren Leben Christina Klein genannten Künstlerin sein. Erstmals sind alle Texte allein von ihr geschrieben, gespickt mit autobiographischen, aber auch fiktiven Inhalten - die Grenzen verschwimmen natürlich. Es geht wie immer um Liebe. Oder besser gesagt: Es geht wieder um die Schattenseiten der Herzensangelegenheiten. Es geht auch um Selbstbewusstsein und wie man jenes so eloquent wie möglich zum Ausdruck bringt. Und schlussendlich geht es auch um alles Ungerechte in der Welt, um den großen Mist außerhalb des Lebens von LaFee - Krieg und Hunger und so.


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Wie von den Vorgängeralben gewohnt, formuliert die junge Frau auf "Ring frei" ihre Ängste, Wünsche und ihren Hass mit einzigartig direkter Sprache. Poetisch veranlagte Menschen mögen beim Hören vielleicht die Hände über ihren Köpfen zusammenschlagen, gelegentlich auch einen löschenden Piepton im Innenohr vernehmen. Für alle anderen werden Textzeilen wie "Pisst Du mir ans Bein, dann piss ich zurück, Du kriegst mich nicht klein, pass auf, die Bombe tickt," ("Ring frei") oder "Du bist ein eiskalter Engel, machst Karriere im Bett, Du suchst 'nen stinkreichen Penner, mit 'nem eigenen Jet" ("Eiskalter Engel") ganz sicher für Freudentränen sorgen.

So wie inhaltlich lassen sich auch musikalisch kaum Unterschiede zu den Vorgängerplatten ausmachen. Latent angelehnt an Gothic- und Hard-Rock, fehlt es den LaFee-Songs zwar nicht an guten Produktionsstandards, dafür aber an interessanten Songstrukturen und überraschenden Ideen. Die Gitarrenwände sind dick und gleichmäßig, die Harmonien so exquisit wie vom Grabbeltisch. Mitunter kann beim nicht ganz so intensiven Hören auch der Eindruck entstehen, das Ganze schon einmal oder mehrfach irgendwo gehört zu haben.

Nichtsdestotrotz wird "Ring frei" den Siegeszug in die Charts antreten. Oder wie es LaFee selbst formuliert: "Ich bin jung, na und! Vielleicht weiß ich nicht viel, aber eins ist mal klar: Ich gewinne das Spiel".

Matthias Puppe, leipzig-live.com


Weitere Informationen
lafee.de
lafee-fanclub.de
myspace.com
Tracklist

Intro
Ring Frei
Eiskalter Engel
Ein Letztes Mal
Scheiß Liebe
Ich Bin Ich
Angst
Hand In Hand
Nur Das Eine
Lieber Gott
Was Hat Sie
Normalerweise
Danke

VÖ: 19.12.2008
Label: EMI Music

Kurzportrait

Bürgerlicher Name: Christina Klein

Genre: Rock

Diskographie: LaFee (2006), Jetzt erst recht (2007), Shut Up (2008), Ring frei (2009)



letzte Aktualisierung: 23.12.2009 14:17:15



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