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Weitere Höhepunkte heißen "Joy Ride" (eine Kombination aus dem Disco-Funk von Kool & The Gang und Nonsens-Pop der Marke Roxette), "This Is Your Live" (der beste Öko-Popsong, den U2 niemals geschrieben haben, aber immer schreiben wollten), "I Can't Stay" (David Byrne und die Talking Heads lassen grüßen) und "The World We Live In (ein Song, den Quincy Jones und Lionel Richie noch vor "We Are The World" erdacht haben müssen, aber durch einen unerklärlichen Zufall nie veröffentlichten konnten).
Zusammengehalten wird diese überaus bunte Mischung zum einen durch Brandon Flowers allgegenwärtige Stimme und den überbordenden Pathos, der in keiner Sekunde nur eine Spur von Schwäche erkennen lässt. Großer, höher, weiter und schneller als dieses Killers-Album geht keineswegs. Leider verbirgt sich dahinter aber auch die einzige Schwäche der Band. Denn während die großen Popalben der Talking Heads, Bowies, Pet Shop Boys und Sparks dieser Welt in ihrer Pop-Perfektion auch immer eine Brechung (z.B. durch Ironie oder etwas Naivität) bereithielten, ist dieses Album der Killers von vorn bis hinten so unabdinglich glänzend, wie der Spiegelsaal im Schloss von Versailles. Und das mag auf Dauer recht langweilig werden.
Matthias Puppe, leipzig-live.com |