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Mit den beiden ersten, anfänglich nur angestrengt erträglichen Song "Apes" und "Mercury" setzen die Herren nicht nur zu Beginn eine Hürde, die es zu bewältigen gilt. Sie geben hier auch den Tenor der folgenden neun Songs vor, die so düster und rastlos sind, dass man als Hörer von Unbehaglichkeit nur so überwältigt wird. Beim folgenden Song "Halo" - der wohl am ehesten noch an den bisher bekannten, auf jedem Dancefloor der Welt für Jubelstürme sorgenden Bloc-Party-Sound erinnert - gesellt sich zu dieser Unbehaglichkeit noch gehetzte Panik hinzu, die den Puls nach oben treibt.
Ähnliches wird man auch bei "Trojan Horse" und "On Month Off" feststellen und bald dafür danken, dass beide nicht gleich im Anschluss zu unausweichlichem Herzanfall führen. Etwas versetzt umschließen sie den traumhaft-schönen Slow-Motion-Funk auf "Biko" und das mit klanglicher Finesse zu großer Popmusik ausgereizte "Signs".
Auch wenn eigentlich kaum möglich, können Bloc Party dieses erreichte Level zum Ende der Platte sogar noch um einige Nuancen anheben. Das sakral-düstere "Zephyrus" macht dem griechischen Gott des Westwinds mit pathetischem Gigantismus alle Ehre - inklusive Chorgesang - und bereitet zusammen mit dem aggressiven "Talo" die Stimmung für den Höhepunkt des Albums: "Better Than Heaven" und "Ion Square". Hier zeigen Bloc Party endgültig, zu welcher Ausdruckskraft und zu welchem ergreifenden Songwriting sie fähig sind. Sensationell!
Matthias Puppe, leipzig-live.com |