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Leipzig. Von Alice in the Land bis Z 32: Mehr als 300 Produktionen aus 50 Ländern werden beim 51. Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (27. Oktober - 2. November) gezeigt. Es kommt auch wieder eine ganze Schar renommierter Regisseure, zum Beispiel die französische Filmlegende Agnès Varda, Heddy Honigmann aus den Niederlanden und Avi Mograbi aus Israel, sagte Festivaldirektor Claas Danielsen am Donnerstag in Leipzig. Im Internationalen Dokumentarfilmwettbewerb, in den es keiner der 400 deutschen Bewerber schaffte, konkurrieren 19 Werke.
Der autorengeprägte Dokumentarfilm in Deutschland gerate zwischen die Mühlräder des quotenorientierten Fernsehens und einer nach kommerziellen Kriterien ausgerichteten Filmförderung, so Danielsen. Aufwändige Filme seien ohne Förderung durch das Fernsehen nicht mehr machbar. Filme von Debütanten scheitern oft an mangelnder Risikobereitschaft und Offenheit für ungewohnte künstlerische Formen. Im nationalen Wettbewerb laufen zehn Dokumentarfilme. Es gibt ruhige, beobachtende ebenso wie emotional ergreifende Filme, stark vertretene Themen sind Arbeit und Migration, sagte Danielsen.
Insgesamt waren 2400 Filme aus 99 Ländern für den 51. Jahrgang des größten deutschen Dokumentarfilmfestivals eingereicht worden. In vier Wettbewerben konkurrieren 78 Streifen um die mit insgesamt 56 600 Euro dotierten Goldenen und Silbernen Tauben sowie den erstmals ausgeschriebenen Preis für den besten deutschen Animationsfilm und die Talent-Taube für das beste Werk aus dem Dokumentar-Nachwuchs- Wettbewerb. 2007 zählte das Festival 31 000 Besucher.
dpa |