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Das Thema scheint Cineasten vertraut: Schon Steven Spielberg stellte 2002 in "Minority Report" die Frage, ob mögliche Gewalttäter mittels hellseherischer Kräfte präventiv zur Strecke gebracht werden dürfen. Bei "Wanted" interessieren sich die Filmemacher ausgerechnet für diesen Aspekt kaum. Eher beiläufig spielt die Legitimation von Präventivschlägen eine Rolle, um neue Schusswechsel einzuleiten. Zwei überraschende Wendungen sorgen wenigstens für ein Mindestmaß an inhaltlicher Spannung.
Die Figuren bedienen mit wodkasaufenden Russen und schwulenfeindlichen Latinos die üblichen Mainstream-Klischees. Der deutsche Hollywoodstar Thomas Kretschmann ("Next") tritt als ominöser Gegenspieler auf, der immer wieder Anschläge auf die Bruderschaft verübt. Quer durch die halbe Stadt lenkt er Geschosse ins Ziel. Nahaufnahmen von Kugeln, die durch Straßenschluchten, Büroflure und Züge fliegen, sind handwerklich gut gemacht. Die Erklärung, warum der Schuss abgefeuert wurde, ist in dem permanenten Action-Krach hingegen kaum vernehmbar.
Wolf von Dewitz, dpa |