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Bruce Wayne (Bale), mal reicher Party-Löwe, mal stählerner Batman, ist es eigentlich leid, das Böse in seiner Stadt Gotham City zu bekämpfen. Mit Hilfe von Polizeichef Jim Gordon (Gary Oldman) will er den jung-dynamischen Staatsanwalt Harvey Dent (Aaron Eckhart) zum heldenhaften Verfechter von Recht und Ordnung aufbauen. Wayne nimmt es sogar hin, dass seine Ex-Freundin Rachel Dawes, eine smarte Juristin, mit Dent anbändelt. Mit Maggie Gyllenhaal ist die Rolle, die in "Batman Begins" noch Katie Holmes gehörte, bestens besetzt.
Doch der Joker und die immer dreister werdenden Verbrecherbanden locken Batman aus der Reserve. Der Superheld im Fledermauskostüm kann sich erneut auf Michael Caine als treuen Diener und Morgan Freeman als Technik-Freak verlassen. Der Joker stellt Batman in den Schatten, doch neben Ledgers schrillem Wahnsinn ist Bales kühle Zurückhaltung eine willkommene Verschnaufpause in dem unbarmherzigen Action-Drama.
Der 38 Jahre alte Nolan hat es erneut geschafft, Action und Spannung mit Tiefgang und philosophisch-moralischen Fragen zu verbinden. Diese Handschrift zeigte der Engländer bereits mit den Thrillern "Memento" und "Insomnia" und dem Drama "The Prestige". Nun konnte er Hollywood beweisen, auch mit einem Budget von 180 Millionen Dollar umzugehen. Der ehemalige Low-Budget-Regisseur drehte viele Szenen mit einer Imax-Kamera, gestochen scharfe Fahrten und schwindelerregende Flüge durch Wolkenkratzerschluchten. Zweieinhalb Stunden zieht sich das düstere Spektakel hin. Jeden Anflug von Müdigkeit fegt der hämmernde Soundtrack des deutschen Filmmusik- Genies Hans Zimmer sofort weg.
Barbara Munker, dpa |