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Nach deren Ende ging er nach Berlin, traf auf Bela B. Felsenheimer (Die Ärzte) und half Bela nicht nur als Tourgitarrist, sondern auch beim Songwriting auf dessen Soloalbum "Bingo". Zwischendurch sang Wayne für den Trance-Globalplayer Paul van Dyk auf dessen Charthit "The Other Side" und ließ sich von ihm auch den Song "Glorious" veredeln. Kurzum: Auf solch einen Lebenslauf können nur wenige Künstler vor ihrem ersten eigenen Album zurückschauen.
Etwas von jeder dieser Stationen scheint nun auch auf "The Long Goodbye" enthalten: Gitarren-Eifer, Pathos, Rock'n'Roll, Herzschmerz - zusammengehalten von Waynes zweifelsohne toller Sing-Stimme. In guten Momenten, derer auf dem Album einige auffindbar sind, funktioniert dies wunderbar als schon beschriebene große Rock-Oper - immer bereit, noch eine Emotion drauf setzen zu wollen.
Gelegentlich läuft die Strategie jedoch auch Gefahr, im Pathos und Endlos-Echo zu ertrinken. Dann fühlt man sich an frühe U2-Alben oder gar die scheidenden Fury In The Slaughterhouse erinnert. Nicht, dass dies pauschal etwas Schlechtes ist.
Matthias Puppe, leipzig-live.com |