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Doch dann taucht Consuela auf und Kepesh - wie das Publikum auch - verfällt der charismatischen Tochter kubanischer Immigranten. Das Leben des erfolgreichen Professors gerät aus den Fugen. Denn plötzlich will er mehr als ein leidenschaftliches Abenteuer - und kann sich doch nicht darauf einlassen. Stattdessen macht er sich mit seiner Eifersucht und seinem Misstrauen gegenüber der schönen, jungen Frau zu einem alternden Trottel und gibt ihr doch nicht das, was sie haben möchte: einen Partner an ihrer Seite und nicht nur einen Liebhaber. Schließlich verlässt Consuela ihn und taucht zwei Jahre später wieder auf, nach einer Zeit, in der sich alles geändert hat außer der Liebe der beiden.
"Elegy" ist nicht nur die Liebesgeschichte eines ungleichen Paares, über den Konflikt zwischen zwei Liebenden in so unterschiedlichen Lebensabschnitten, über Altherrenfantasien. Es es auch die Geschichte über verpasste Chancen. Denn natürlich bereut Kepesh all seine Eifersuchtsanfälle wie Zurückweisungen. Selbst seine Bett-Beziehung mit Carolyn betrachtet er plötzlich in einem anderen Licht. Dass auch über 108 Minuten nicht ganz klar wird, was Kepesh und Consuela aneinander so fasziniert und bindet, und Consuela die geheimnisvolle schöne Frau bleibt, ist bei diesem virtuosen, stillen Film nur ein kleiner Wermutstropfen.
Britta Schmeis, dpa |