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"Euphorisch - Euphoooooristischst!"
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Fotos (3): Ralf Rebmann
Fotos: The Sonic Boom Foundation triumphieren in Berlin
Die Leipziger Band The Sonic Boom Foundation hat am Wochenende abgeräumt: Im Wettbewerb um den größten ostdeutschen Nachwuchspreis, den f6 Music Award, konnten sich die Musiker gegen fünf andere Bands durchsetzen. Ralf Rebmann ist für leipzig-live.com mit nach Berlin gefahren und hat den Triumph der Leipziger Elektrorocker hautnah miterlebt.

Der Fanbus startet am späten Samstag Nachmittag vom Leipziger Hauptbahnhof in Richtung Berlin. Vollbepackt mit Anhängern jeder Couleur, die nur eins wollen: Ihre Band heute Abend im Postbahnhof zum Sieg brüllen. "Wir wollen heute extrem Party machen und The Sonic Boom Foundation lautstark unterstützen", meint Schmidti, Fan der ersten Stunde und Mitorganisator der Tour. Auf die Frage, was ihm am Sound der Sonic Boom Foundation so gefalle, muss er nicht lange nachdenken: Die Musik sei hart und schnell, die Intros gut und man habe einfach alles was man brauche. Und werden sie gewinnen? "Wir hoffen", lautet die knappe Antwort.

Das mit dem "lautstark unterstützen" wird bereits auf der Fahrt geübt. Nicht wenige Businsassen sind auch Fußballfans und man merkt, dass die gesangsaffine Truppe ihre musikalische Erfahrung auf diversen Auswärtsspielen schon fast zur Vollendung gebracht hat. Die Truppe begleitet The Sonic Boom Foundation seit dem Gründungsjahr 2006 so gut wie überall hin. Nach einer guten Stunde schwenkt Busfahrer Axel auf einen Rastplatz. Die ersten Fahrgäste benötigen eine Pause für Zigaretten und um Platz für weitere Mengen an kühlem Blonden zu schaffen. Axel fährt an diesem Samstag nicht seine einfachste Tour, aber er hält sich tapfer und steuert den Bus mit stoischer Gelassenheit zum Postbahnhof. Adieu Sachsen - welcome to the Big B!


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Hintergrund: f6 Music Award mit The Sonic Boom Foundation
Ankunft halb acht. Band und Fans begrüßen sich herzlich. Das Event ist aufwendig organisiert: Hochwertiges Equipment steht zur Verfügung - die Organisatoren haben sich ins Zeug gelegt. Die VIP-Bühne nimmt fast die halbe Halle ein. Neben der prominent besetzten Jury und Event-Legende Fritz Rau entdeckt man weitere bekannte Gesichter, auch die Beatsteaks. Das Event trägt eindeutig die Handschrift des Sponsors. Jede Ecke erinnert, entweder durch Beamer-Projektionen an der Wand oder durch schicke, junge Damen, an den Ausrichter der Veranstaltung.

The Sonic Boom Foundation ist als letzte Band des Abends angesagt. Die Leipziger Fans haben das Event aber schon vorher in der Hand. Ein SBF-Fan schafft es sogar, sich für knappe zwanzig Minuten unbemerkt an den Jury-Tisch zu setzten, um von dort das Event weiter zu verfolgen.

Spätestens als der letzte Song der Band "Trikot" abklingt und The Sonic Boom Foundation als nächster Act angesagt wird, sind die Leipziger nicht mehr zu überhören - mehr noch: Jury-Sprecher Stefan Michme ist für eine kurze Zeit im wahrsten Sinne des Wortes sprachlos und auch Moderator Yessica Yeti hat einige Probleme mit seiner Souveränität. Was vielleicht auch daran liegt, dass er eine gute Stunde zuvor in einem Elchkostüm auf der Bühne erschienen ist. Man weiß es nicht. Und die Fans kümmert es nicht.


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Die Band im Web
Die Band bei myspace
Punkt 0.30 Uhr betritt The Sonic Boom Foundation die Bühne. Für die Fans gibt es kein Halten mehr. Frank Raabe (Vocals), Joey Adler (Bass), Steffen Gräfe (Keyboards) und Hendrik Rietsch ( Drums ) rocken gewaltig. Man wird sprichwörtlich zwischen der Energie der feiernden Fans und dem mächtigen Sound hin- und hergespült. Die ganze Halle scheint von dem, was vor und auf der Bühne passiert, fast paralysiert. "Woher kommen die?", fragt man mich nicht nur einmal. "Leipzig", sage ich und wüsste man es nicht besser, hätte man den Eindruck, dass der ganze Auftritt zwischen Band und Fans irgendwie abgestimmt sei - er ist es aber nicht. Später wird Frank Raabe, alias Flymn, sagen, die Fans seien einfach der "absolute Hammer" gewesen und hätten die Jury sicherlich beeindruckt. Und das haben sie. Auch weil es zu einem richtigen Konzert mal etwas Bier regnen darf.

Es ist bereits 1.30 Uhr. Alle Bands haben sich für die anstehende Preisverleihung auf der Bühne versammelt. Die 1800 m² große Gleishalle des Postbahnhofs ist rappelvoll. Jury-Sprecher Stephan Michme und Moderator Yessica Yeti treten ins Rampenlicht und verkünden den dritten und zweiten Sieger des diesjährigen f6 Music Award. Die Plätze belegen Begbie aus Magdeburg und Fugalo aus Berlin/Brandenburg, beide mit einem beeindruckenden Auftritt. Doch wer bekommt den begehrten ersten Preis, der immerhin einen Wert von 12.500 Euro aufweist? The Sonic Boom Foundation, wer sonst! Für die Leipziger Band ist das Event perfekt - Sänger Frank Raabe bescheinigt: "Die Jury hat alles richtig gemacht".

Die obligatorische Frage zum Schluss: Und? Wie fühlt ihr euch?: "Euphorisch - Euphoooooristischst!" entgegnet Joey Adler und gibt zu, seit langer Zeit nicht mehr so nervös gewesen zu sein. Und was kommt jetzt? "Nach der Beck´s Experience? Und dem f6 Music Award? Da kann wohl nur noch die Jägermeister Rockliga kommen", feixt Frank Raabe und nutzt die Gelegenheit für eine Ansage: "Am 6. Juni im feiert die Sonic Boom Foundation eine sogenannte "Triple-Release" Party im Conne Island". Aber bis dahin ist noch etwas Zeit und mit 12.500 Euro Preisgeld in der Tasche wissen die Musiker diese bestimmt zu nutzen.

rr / leipzig-live.com



letzte Aktualisierung: 23.12.2009 14:11:56



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